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MAAT4Space: Ein neuer Schritt in Richtung präziser Mikrogravitationsforschung

MAAT4Space: Ein neuer Schritt in Richtung präziser Mikrogravitationsforschung

© LUH/Tom-Moritz Schindler

Wir starten an unserem Institut ein neues Projekt: MAAT4Space. In den nächsten zehn Monaten werden wir ein hochempfindliches Sensorsystem entwickeln, das die Mikrogravitation im Inneren der „Learn to Fly“-Kapsel von Orbital Paradigm während ihres ersten Weltraumflugs präzise messen soll, wobei die Datenauswertung bereits während der Mission an Bord erfolgt. Unser Ziel ist es, die Qualität und Stabilität der Mikrogravitationsumgebung im Orbit zuverlässig zu charakterisieren – eine wesentliche Grundlage für viele Forschungsbereiche, von der Materialwissenschaft bis zur Biotechnologie.

Das Projekt knüpft direkt an unsere Vorstudie MAAT4KID an. In diesem Projekt entwickelten Christoph Lotz und sein Team von der Leibniz Universität Hannover innerhalb von nur fünf Monaten einen ersten kostengünstigen Prototyp, der Beschleunigungen, Drehungen und Umgebungsparameter messen kann. Obwohl beim ersten Flug der Kapsel am 12. Januar 2026 während des Raketenstarts Probleme auftraten, war die Kapsel das einzige System dieses Ride-Share-Flugs, das während des unkontrollierten Abstiegs aktiviert wurde und es dennoch schaffte, zumindest einige Telemetriedaten von den Bordsystemen der Kapsel zu übertragen. Aufgrund des unerwartet kurzen Übertragungsfensters konnten leider keine Nutzlastdaten von den Nutzlasten der Kapsel übermittelt werden. Aber unser erster Demonstrator MAAT4KID hat es bis in den Weltraum geschafft, und wir haben in der Entwurfs-, Test- und Integrationsphase viel gelernt. Das gibt uns Zuversicht und starke Motivation für das neue Projekt. Mit MAAT4Space strebt das Team nun an, professionellere Sensortechnologie mit höheren Datenraten und integrierter Echtzeit-Datenanalyse zu kombinieren.

Unser Ziel ist ein modulares, plattformübergreifendes System, das in der Lage ist, vergleichbare Daten aus Falltürmen, Parabelflügen, Höhenforschungsraketen und Orbitalmissionen zu liefern. Gleichzeitig entwickeln wir standardisierte Auswertungsmethoden, von denen die gesamte Forschungsgemeinschaft profitieren wird.